Menschen im Gespräch.

Streitkultur-Blog

Hier bloggen wir rund um das Thema konstruktiver Streit und Debattenkultur.

Demokratische Streitkultur für eine digitale Öffentlichkeit

Für eine funktionierende Demokratie braucht es die verbale Auseinandersetzung zwischen Andersdenkenden. Aber warum eigentlich? Was macht einen guten Streit aus? Und was verhindert, dass wir konstruktiv streiten? Gerade in der digitalen Öffentlichkeit der sozialen Medien scheint es schwieriger denn je demokratische Streitkultur zu praktizieren. In diesem Talk identifiziert David Lanius einige Ziele, Formen und Gütekriterien konstruktiven Streits und stellt mögliche Hürden demokratischer Streitkultur und ihre Überwindung zur Diskussion.

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Why should we argue? Using Kialo with the Principle of Interpretative Charity

Kialo is a tool to help us argue well. Argumentation serves a number of epistemic functions. When using argumentation in any of these functions, we need to be able to reliably identify, interpret, and evaluate arguments. Kialo can help by identifying claims and reasons, visualizing them in argumentations, and showing how different reasons relate to particular claims.

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Demokratie, Konstruktiver Diskurs David Lanius Demokratie, Konstruktiver Diskurs David Lanius

Demokratietag Berlin: Konstruktiv streiten!

Auf dem Berliner Demokratietag findet unter anderem ein Workshop zu "Konstruktiv Diskutieren – Gespräche als Baustein von Demokratie" von Patrick Wentorp statt:

Bist du bereit, in den Dialog mit Menschen zu gehen, die unterschiedliche Standpunkte und Wertevorstellungen vertreten? Lerne eine neue Art des Verstehens und praktische Methoden der Kommunikation.

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Konstruktiv streiten in der digitalen Öffentlichkeit

Weltweit, so wird in letzter Zeit immer wieder diagnostiziert, steckt die Demokratie in einer Krise – und ohne Zweifel gibt es derzeit viele Herausforderungen, die demokratische Gesellschaften auf der ganzen Welt unter Druck setzen (Dryzek et al. 2019). Dabei wird oft eine fehlende oder mangelhafte Debatten- und Streitkultur als grundlegendes Problem gesehen; einerseits scheint die Teilnahme an der öffentlichen Debatte unzureichend inklusiv und andererseits ihre deliberative Qualität ausgesprochen dürftig zu sein. Es ist eine nahezu unkontroverse Annahme, dass eine – hinreichend partizipative und deliberative – öffentliche Debatte notwendig für eine funktionierende Demokratie ist (Fishkin 2009; Gutmann und Thompson 2004; Cohen 1997). In den letzten Jahren hat sich angesichts des Anstiegs von Populismus, Desinformation und Hassrede in der zunehmend digitalen Öffentlichkeit die Einsicht durchgesetzt, dass öffentlicher Streit in einer Demokratie kein Selbstläufer ist und konstruktiver verlaufen muss, will man ihr aus der Krise helfen.

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Warum streiten wir?

Warum gelingt es uns oft nicht, Konflikte konstruktiv zu führen? Ist Streit immer schlecht? Und wie könnte man besser streiten?

Im Kern kommt es auf die Haltung an, und darauf, dass man sich die richtigen Ziele setzt. Warum streiten wir also?

Hier im Interview bei "Alles wissen" vom HR am 13. April 2023 (in der ARD-Mediathek).

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Vom Wort zur Tat?

Die Sprache, unser wichtigstes Mittel der Verständigung, wird zunehmend von Aggressivität geprägt - im Internet, in der Rhetorik rechter Politiker, in Bürgerprotesten auf der Straße, sogar im Bundestag. Seit dem Mord an dem Politiker Walter Lübcke im Juni 2019 ist die Frage nach dem Zusammenhang von Sprache und Gewalt stärker in den Fokus gerückt; eine Frage, die auch die Wissenschaft schon länger beschäftigt. Nach massiven Morddrohungen wurde Walter Lübcke vor seinem Haus erschossen. Erst die Worte, dann die Tat? Fördert die Verrohung der Sprache die Bereitschaft zu realer Gewalt?

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Produktiv streiten

In der Familie, unter Freunden, aber auch im gesellschaftlichen, politischen Bereich: Streiten ist wichtig – aber konstruktiv. Mitgründer Mit Sabine Brandi habe ich darüber gesprochen, wie das geht und warum es wichtig ist, mit allen zu reden – auch mit Verschwörungsmythologen und Corona-Leugnern.

Nachzuhören auf der WDR-Seite in der Sendung "Neugier genügt".

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Warum man mit "Coronaleugnern" reden und sie nicht so nennen sollte

Im Zuge der Coronapandemie versammeln sich immer wieder Menschen zu Protesten, weil sie mit der Coronapolitik der Bundesregierung nicht einverstanden sind. Im öffentlichen Diskurs ist jüngst angesichts dieser Zusammenkünfte der Ruf laut geworden, man solle den Teilnehmenden dieser Veranstaltungen am besten weder zuhören noch ihre Standpunkte diskutieren. 

Dieser Ruf nach Ausgrenzung vom öffentlichen Diskurs ist symptomatisch für eine allgemeine Tendenz, sich der argumentativen Auseinandersetzung mit missliebigen Standpunkten zu entziehen. Wir sind als Gesellschaft gut beraten, dieser Tendenz entgegenzuwirken.

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Hass im digitalen Raum

Der digitale Raum ist essentieller Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Soziale Medien nehmen eine zentrale Rolle in unserem Alltag und Umgang miteinander ein. Dementsprechend gelten auch hier die Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders und der konstruktiven Gesprächsführung. Diese Regeln werden durch Hassrede allerdings strategisch boykottiert, was die demokratische Streitkultur gefährdet. Die hasserfüllten Reaktionen auf die 16-jährige Klima-Aktivistin Greta Thunberg sind nur ein - besonders sichtbares - Beispiel unter zahllosen Fällen von Hassrede.

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Streiten wie Philosophen

Im öffentlichen Diskurs wird seit einiger Zeit verstärkt der Ruf nach einer besseren Streitkultur laut. Philosoph*innen sollten da hellhörig werden. Denn wenn sie eines wirklich gut können, dann ist das, sich konstruktiv zu streiten.

Das liegt in der Natur der Sache: Philosophische Fragen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich mit empirischen Mitteln nicht abschließend beantworten lassen. Welche Verteilung von Gütern ist gerecht? Was ist Wahrheit? Was sind die Voraussetzungen für die Freiheit des Willens? Um bei der Beantwortung solcher Fragen überhaupt vom Fleck zu kommen, hilft nur der systematische Streit unter Fachkolleg*innen.

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Radikal höflich gegen Rechtspopulismus

Das wunderbare Büchlein „Sag was!“ von Diskursiv gibt einen niedrigschwelligen Einstieg in ein brandaktuelles und aufgeladenes Thema, das nach wie vor bei vielen Beteiligten Unsicherheit und Ohnmacht hervorruft. Der Autor Philipp Steffan hat einen beeindruckenden Spagat erzielt - zwischen angenehmer Knappheit, verständlicher Klarheit und profundem Gehalt.

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Vier Regeln für konstruktive Kritik

Häufig stößt man auf Meinungen oder Argumente, die man für falsch oder sogar unsinnig hält. Doch wie kann man - wie sollte man - darauf reagieren?

Es gibt ein sehr einfaches Werkzeug, um in den meisten Streitgesprächen konstruktiv zu bleiben (zumindest solange das Gegenüber ebenfalls an einem tatsächlichen Austausch interessiert ist): Vier einfache Regeln für konstruktive Kritik, die jeder befolgen kann und die die Chancen erhöhen, dass man selbst wirklich zuhört, auf die Punkte des Anderen konkret eingeht und das Gegenüber die eigene Kritik im Gegenzug gut aufnimmt.

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Wann ist Provokation sinnvoll und legitim?

Provokation ist ein gut eingeübtes Stilmittel von Trump. Er verwendet sie als Ausdruck der Stärke: "Seht her, ich kann das! Ich erhebe mich über die geltenden Normen." Aber auch als Aufmerksamkeitsmagnet: Er hatte damit bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2016 das Aufmerksamkeitsrennen in der öffentlichen Debatte gewonnen.

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Die Wahrheit schafft sich ab: Wie Fake News Politik machen

Unser neues Buch über Fake News ist erschienen und kann auf Amazon.de, Reclam.de und Bücher.de bestellt werden; oder direkt beim Buchhändler um die Ecke!

Warum gibt es Fake News? Und warum verbreiten sie sich so erfolgreich? Weil der Mensch nicht so rational ist, wie er gerne denkt. Denn Fake News gibt es schon, solange es Nachrichten gibt. Neu ist das Ausmaß von Fake News. Und das hat mit der Funktionslogik sozialer Netzwerke zu tun. Inhalte werden geteilt, weil man zu einer Gruppe gehören möchte, oder weil sie zu dem passen, was man ohnehin schon glaubt.

Wir bieten in unserem Buch eine umfassende Analyse der Erfolgsgeschichte von Fake News sowie Lösungsmöglichkeiten, wie die Gesellschaft ihrem Einfluss wieder entkommen kann.

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Was Online-Redakteure gegen Fake News und Hatespeech tun können

Gestern hat der Verein #ichbinhier einen offenen Brief an die Online-Redakteure reichweitenstarker Facebookseiten geschrieben und sie darin aufgefordert, sich stärker gegen Fake News, Desinformation, Hatespeech, Hetze, Lügen und Verdrehungen einzusetzen.

Der offene Brief gibt einige konstruktive Ratschläge, was Online-Redakteure besser machen könnten. Das wünscht sich der Verein ichbinhier von den Online-Redakteuren:

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Ist Donald Trump ein Lügner? Fake News, Lügen und Bullshit

Wenn das Thema auf Fake News kommt, dauert es nicht lange bis der Name des US-Präsidenten fällt. Donald Trump ist eine unerschöpfliche Quelle von Fake News. Wie kein Zweiter nutzt er die neuen Medien, um Falschheiten und Irreführungen in die Welt zu setzen. Denken wir nur an seine Tweets über steigende Mordraten, vergewaltigende Mexikaner, Chinas Erfindung des Klimawandels, die Besucherzahlen seiner Amtseinweihung oder massenhaften Wahlbetrug zugunsten seiner Rivalin Hillary Clinton. Trumps Behauptungen in den sozialen Medien umfassen inzwischen Tausende nachweisbarer Falschaussagen. Derart lax ist sein Umgang mit der Wahrheit, dass Journalisten in Washington verzweifeln. Einer äußerte sich dazu mit den inzwischen geflügelten Worten: „Das ist es, was es so schwierig macht, über Trump zu berichten: Was meint er, wenn er Worte sagt?”

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Wie wir mit Andersdenkenden diskutieren können

In politischen Debatten geht es oft um Sieg oder Niederlage. Dabei könnten wir durch Diskussionen mit Andersdenkenden vor allem eines werden: schlauer.

Wenn wir von politischen Diskussionen reden, klingt das oft nach Kampf. Wir reden vom TV-"Duell", ein Politiker muss eine "Niederlage" einstecken oder er trägt einen "Sieg" davon. Auch Medien inszenieren politische Diskussionen oft so, als würden sich unversöhnliche Ideologien auf einem Schlachtfeld bekämpfen. Doch ist das ein gutes Bild? Warum diskutieren wir überhaupt mit Andersdenkenden? Und warum sollten wir mit ihnen diskutieren?

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Mit Rechtspopulisten reden

In der Bildungsarbeit trifft man immer häufiger auf rechtspopulistische Positionen. Ein Vorschlag, wann und wie man darauf eingehen könnte.

Rechtspopulismus ist in ganz Europa auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland verschiebt sich der öffentliche Diskurs immer stärker. Bedrohungsszenarien machen viele Menschen empfänglich für eine Politik, die auf globale Aufgaben mit Abschottung und Nationalismus reagiert.Gerade in der politischen Bildungsarbeit stellt die Konfrontation mit Menschen, die rechtspopulistische Standpunkte vertreten, daher eine immer größere Herausforderung dar. Ob im Seminar, am Infostand, in Kommentarspalten oder auf Panels – wie kann man rechtspopulistischen Standpunkten begegnen?

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